Inklusion, Antidiskriminierung & Gleichberechtigung?

Wussten Sie schon? Das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behärden (UN-BRK) ist relativ jung: Es wurde am 13. Dezember angenommen, im Jahre 2006, und dann wurde es von Luxemburg erst im Jahre 2011 ratifiziert. Dieser Vertrag zielt darauf ab die Würde, die Gleichheit vor dem Gesetz, die Menschenrechte und die Grundfreiheiten von Menschen mit Behinderungen zu fördern, schützen und garantieren.

Für viele bleibt die Durchsetzung ihrer grundlegendsten Rechte eine tägliche Herausforderung.

Eines Abends traf ich auf einer Geburtstagsfeier Carole, eine 14-jährige Jugendliche, die nicht spricht. Auf ihre eigene Art und Weise nahm sie dank eines ganz besonderen Tablets voll und ganz und freudig am Austausch teil. Ihre Mutter, die Lehrerin ist, und ihre Ergotherapeutin vom Verein rAAConteuses asbl (Geschichtenerzählerinnen) haben mir daraufhin eine Welt voller Möglichkeiten eröffnet.

Sie sind zweifellos zu echten Champions der Inklusion geworden.
Hier ist der außergewöhnliche Erfahrungsbericht dieser " Geschichtenerzählerinnen " :

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Behinderung ist kein intrinsisches Merkmal der Person, sondern das Ergebnis einer Begegnung zwischen einem Individuum und einer Umwelt, die nicht an es angepasst ist. Die Grenze zwischen Störung, Dys, Behinderung und Normalität ist zudem weitaus fließender, als man sich vorstellt.

Während unserem Forum der mit den Jugendlichen im Rahmen von FutureEd, kamen die missachteten Rechte einer legasthenischen Schülerin und eines autistischen Sohnesans Licht. In beiden Fällen war das Bildungsumfeld nicht vollständig an ihr Potenzial angepasst. Diese Feststellung deckt sich mit anderen von ALLI gesammelten Aussagen, insbesondere zur Begleitung von Legasthenie in nicht koerzitiven Lernumgebungen, wo die Schüler Fortschritte machen können, ohne in starre Normen eingezwängt zu sein. Ebenso spiegelt sich darin der inspirierende Austausch mit S.K.H. Prinz Louis aus Luxemburg wider, der in einer Podcast erzählt, wie ihm die Dyslexie eine andere Art eröffnete, die Welt zu lesen – intuitiver, kreativer und letztlich zutiefst bereichernd.

Auch eine demokratische Schule in der Slowakei verdeutlicht diese Realität: 32 % ihrer Vollzeit-Schüler haben sonderpädagogischen Förderbedarf. Viele finden dort einen echten Zufluchtsort, ein Umfeld, das sich an sie anpasst und nicht umgekehrt. Die Erfahrungsberichte , die EUDEC im Rahmen von FutureEd in ihrem Buch Best Practices aus der demokratischen Bildung gesammelt hat, zeigen, wie bestimmte Schulen ihre Praktiken verändern konnten, um auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Schüler einzugehen, ohne sie in Kategorien einzuzwängen.

Das Zeugnis von Abby Oulton, die ein Agile Learning Center in den Vereinigten Staaten leitet, ist ebenso aufschlussreich. Es zeigt, wie flexible, nicht-koerzive und kindzentrierte Bildungsansätze es jedem ermöglichen, sich zu entfalten, selbst bei untypischen Lebensläufen.

Diese Erzählungen, ob aus Luxemburg, der Slowakei oder den Vereinigten Staaten, laufen auf dieselbe Erkenntnis hinaus: Wenn man sich dafür entscheidet, die Umwelt anzupassen, anstatt von den Menschen zu verlangen, sich anzupassen, wird Inklusion nicht nur möglich, sondern ganz natürlich.

⭐ Fazit

Inklusion ist kein abstraktes Konzept: Sie ist die Einbeziehung aller Menschen, ohne Ausnahme. Und sie wird schlichtweg möglich, sobald man bereit ist, ihr Aufmerksamkeit, Anstrengung und Willen zu widmen.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Diese Beispiele sind nur einige Veranschaulichungen dessen, was geschieht, wenn man beschließt, die Umwelt für jeden zugänglich zu machen.

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Warnung
Kofinanziert von der Europäischen Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die des Autors bzw. der Autoren und spreihen nicht unbedingt die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.

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Das FutureEd-Projekt ist eine Zusammenarbeit von ALLI asbl (LU), EUDEC ev (DE) und CollectiveUP (BE) und referenziert unter der Nummer 2025-1-LU01-KA210-SCH-000351850.

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